Arnold Rieser
Taekwon-Do Lehrer - Fitness-/Gesundheitstrainer IHK - Personal Trainer
Regeln und Etikette
ZeitenAngeregt durch nachfolgende Fragestellung und daraus resultierender Diskussion unter DAN-Trägern und Trainern in Facebook folgt weiter unten meine Meinung, die ich schon immer vertreten habe und die wir in unserer Schule auch praktizieren.

Fragestellung:
Ein Schüler (Anfänger/Kind) mit Migrationshintergrund betritt das Dojo. Er verhält sich ganz normal, kennt Regeln und Dojokun schon nach wenigen Einheiten. Dennoch verbeugt er sich nicht.
Auf die Frage nach dem Grund erwidert die verhüllte Mutter, man sei streng religiös und es sei dem Jungen aus diesem Grunde verboten, sich vor jemand anderem, als seinem Gott zu verbeugen. Sein Vater sei beim Kickboxen, dort sei es auch okay.
Was tut man da? Habt ihr Erfahrungswerte?
Ich habe es bis dato toleriert, wusste jedoch nie genau, wie der richtige Umgang ist. Der Junge hat bisher keine Gürtelprüfung gemacht, auch wenn er inzwischen technisch bereit wäre. Er musste abknien wie alle anderen. Und auch sonst alles, nur die Verbeugung deutete er lediglich an.

So sieht es bei uns aus:
  • Wer zu uns kommt um zu lernen, macht dies normalerweise freiwillig und hat in der Regel mindestens ein Probetraining absolviert um zu wissen, was auf sie/ihn zukommt. Auch die Eltern von Minderjährigen wissen so, wer wir sind und was wir machen.
  • Unsere Trainingshalle ist ein besonderer Ort, in dem wir zusammenkommen um zu lernen und zu üben – und zwar alle, vom Schwarzgurt bis zum Weißgurt.
  • In dieser Übungshalle (Dojang=Taekwon-Do, Dojo=Judo) gelten bestimmte Regeln des Umgangs miteinander. Diese regulieren den Umgang sowohl zwischen den Schülern, zwischen Lehrern und Schülern, das Verhalten im Übungsraum im Allgemeinen und gelten innerhalb der Kampfarten normalerweise weltweit.
  • Wenn wir den Übungsraum betreten und mit dem Üben beginnen lassen wir alles andere draußen. Das heißt:

  • Egal ob Christ, Muslim, Hindu, Buddhist, Atheist oder was es sonst noch alles gibt, egal ob helle oder dunkle, gelbe oder rote Hautfarbe, egal ob hetero- oder homosexuell ausgerichtet, egal ob groß oder klein, dick oder dünn, alt oder jung … (beliebig fortsetzbar)

    WIR SIND ALLE GLEICH – ES GIBT NUR LEHRER UND SCHÜLER

  • Dies bedeutet nicht, dass wir unsere Individualität verlieren oder negieren soll. Ganz im Gegenteil, Individualität ist die Würze dessen was wir tun. Gleich sind wir "nur" im Sinne unserer Kampfart.
  • Wir praktizieren schon immer gelebte Integration und Inklusion (soweit es machbar ist), bereits vor der Zeit, bevor diese Themen überhaupt im allgemeinen Sprachgebrauch waren.
  • Weiterhin sind wir nicht demokratische sondern hierarchisch aufgestellt, was heißt, dass der höchste DAN-Träger der jeweiligen Gruppe und als höchste Instanz Herr Niering als Direktor der Schule das Sagen hat!
  • Die Lehrer/Trainer unserer Schule sind alle in ihren Disziplinen hervorragend ausgebildet und arbeiten ständig daran, besser zu werden.
  • KEINER der Lehrer/Trainer wird jemanden dazu anleiten irgendetwas zu tun, was die oben aufgeführten Sachverhalte tangiert. Alles was wir als Lehrer/Trainer tun dient nur dazu das Taekwon-do, Judo und Ten-Jitsu sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrer/Trainerebene zu verbessern.
  • Fanatiker jeglicher Ausrichtung haben in unserer Schule nichts verloren und fanatisches Gedankengut wird in keiner Weise geduldet.

  • Diese Regeln sind von jedem – Lehrer/Trainer und Schülern – einzuhalten.
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Anschrift

Arnold Rieser
Heidstr. 10
46149 Oberhausen

Externe Links

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Taekwon-Do Hamborn 07 e.V.
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